Wie wirke ich sympathischer ?!

Neue Menschen zu treffen ist für viele von uns mit Unsicherheiten verbunden.

Rede ich zu viel ? War mein Handschlag zu schwach ? Hatte ich genügend Augenkontakt ? Oder zu wenig ? Bin ich langweilig ? Sind die anderen Personen langweilig oder sind sie nur langweilig, weil ich langweilig bin ?

Was für ein Schlamassel ! Unsere schlimmsten Befürchtungen können, ausgelöst durch eine einzige Interaktion.

Aber es gibt einen Ausweg, wie man besser ankommt und gleichzeitig eine tiefere Beziehung mit jemandem aufbauen kann:

Stelle Fragen !

Studien haben herausgefunden, dass die Menschen beim Kennenlernen von platonischen Gesprächspartnern als sympathischer  empfunden wurden, wenn sie mehr Fragen gestellt haben. Insbesondere vertiefende Fragen. Gerade die vertiefenden Fragen bewirken, so Forscher, dass wir besonders gut ankommen. Der Grund dafür ist, dass die vertiefenden Fragen implizieren, dass wir ernstgemeint zuhören und uns für die Themen und den Menschen interessieren.

Die gute Nachricht ist, dass Menschen nach einem Erstkontakt, meist stark unterschätzen, wie gut sie angekommen sind und wie sehr der Gesprächspartner die Konversation genossen hat. So Forscher von Yale, Harvard, Cornell und der Universität Essex.

Es handelt sich hierbei um die sogenannte „Liking Gap“, also die „Sympathielücke“. Die Sympathielücke ist der Unterschied, wie ich mich selbst wahrnehme, im Vergleich zu der Wahrnehmung von anderen.

Dieser gefühlte Unterschied kann dazu führen, dass Freundschaften oder Beziehungen sich weniger schnell oder garnicht entwickeln. Der Mensch neigt dazu mit sich selbst Monologe zu führen und sich selbst in einem kritischen Licht zu sehen. Menschen vergleichen sich dann mit der Idealvorstellung von sich selbst und dem wie sie sich wahrgenommen haben. Man denkt ständig darüber nach, wie man es hätte besser machen können. Dabei gibt es oft nichts zu verbessern.

Menschen sind oft viel zu kritisch gegenüber sich selbst. Viele Menschen bemerken dabei nicht, dass die anderen Menschen das nicht so sehen bzw. keine Fehler sehen.

Wir alle dürfen deshalb lernen: Vieles spielt sich nur in unserem Kopf ab. Allein schon das Wissen, dass negative Gedanken bezüglich eines ersten Treffens, meist Hirngespinste sind, hilft oft schon ganz anderes in neue Beziehungen zu gehen. Wenn Du das nächste Mal glaubst, dass das erste Treffen schlecht verlaufen ist, dann mach Dir klar, dass dies wahrscheinlich nicht stimmt (und der andere vielleicht sogar genau die gleichen Gedanken von sich selbst hat).

Erinnere Dich daran, Fragen zu stellen und aufmerksam zuzuhören, um neue Fragen zu stellen. So einfach ist es !

 

Die Gedanken stammen aus dem Newsletter der NYTimes vom 24. September 2018, geschrieben von Tim Herrera

 

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Ein Gedanke zu “Wie wirke ich sympathischer ?!

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