Schmeckt Schokolade bald besser ?

Endlich mal gute Nachrichten zum Thema Schokolade …. oder doch nicht ?!

In einem sind sich die Forscher einig:

Der Klimawandel hat einen signifikanten Einfluss auf das Wachstum der Kakaobohne, der Grundsubstanz von Schokolade.

Dürre, exzessiver Regen und extreme Wetterbedingungen setzt der Kakaopflanze ordentlich zu.  Kakao kann derzeit nur in einem Streifen rund 20 km südlich und nördlich des Äquators angepflanzt werden.

Im Rahmen einer Pressemitteilung der American Chemical Society zu einer neuen Studie wurde der Eindruck vermittelt, dass Kakao, der in diesem extrem veränderten Klima angebaut wird, besser schmeckt. Dies soll an dem Anstieg von natürlichen Antiokzidantien in der Kakaobohne liegen.

Die Reaktion von Wiebke Niether, Leiterin der Studie, die im „Journal of Agriculture And Food Chemistry“ veröffentlicht wurde:

„Sadly, it’s not true.“  – Leider stimmt das nicht

 

„We did not ….show that climate change may offer opportunities to produce chocolate with a better taste.“ – Wir haben … nicht gezeigt, dass der Klimawandel Möglichkeiten bietet Schokolade zu produzieren, die besser schmeckt.

Stattdessen hat die Studie ergeben, dass der Klimawandel zwar die Inhaltsstoffe der Kakaobohne verändert und dies Einfluss auf den Nährgehalt und den Geschmack hat. Diese Veränderungen tragen jedoch nicht zu einer Geschmacksverbesserung bei. Trockenheit führt also nicht zu der erhofften Geschmacksverbesserung der Kakaobohne, resümiert Wiebke Niether.

Die Auswirkungen von weniger Feuchtigkeit beeinflussen natürliche Antiokzidantien, die mit Geschmack in Verbindung gebracht werden. Die Erhöhung dieser Inhaltsstoffe betreffen jedoch bittere und saure Geschmackselemente. Diese wiederum haben keinen Einfluss auf die positiven und unterstützenden Geschmackselemente.

Schade.

Leider ist die Geschmacksveränderung nur ein Randthema der Diskussion der Wirkung des Klimawandels auf Kakaoplantagen. Die meisten Plantagenbesitzer sind von einem nachhaltigen Ertrag abhängig und interessieren sich wenig für die Inhaltsstoffe der Kakaobohne. So war das Hauptziel von Wiebke Niethers Studie, unterschiedliche Anbaumethoden auf ihre Flexibilität im Hinblick auf veränderte klimatische Bedingungen zu untersuchen. Ein Vorschlag ist der Umstieg von Monokultur auf Mischkultur. Diese bringen weniger Ertrag, schützen jedoch die Ernte besser vor veränderten klimatischen Bedingungen. Andere Forscher arbeiten zusammen mit dem Lebensmittelkonzern Mars an der Entwicklung einer robusteren Kakaopflanze.

Ab 2050 soll es nach Forschungen der kalifornischen Universität Berkeley keine Kakaobohnen mehr geben. Sofern sich kein alternatives Anbaukonzept durchsetzen kann oder/und der Klimawandel sich nicht abmildert.

 

Die Gedanken stammen unter anderem aus den Artikeln:

„Sorry Folks, Climate Change Won’t Make Chocolate Taste Better“ von Simran Sehti, veröffentlicht im National Public Radio am 19. Dezember 2017 und

„Climate change may impact cocoa bean quality as well as yield, says study“ von Oliver Nieburg, veröffentlicht auf http://www.confecionerynews.com am 14. Dezember 2017

 

Reisetagebuch (aufgenommen im Garten unseres Ferienhauses in der Nähe von Byron Bay, Australien)

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