Wie erzieht man einen Sohn im Zeitalter von #METOO…?

Die Internetplattform „Fatherly.com“ lädt zum Brunch ein.  

(Einschub: Die Internetplattform „Fatherly.com“ ist eine Plattform für Väter, mit Themen rund um die Erziehung….. wer Lust hat, gerne mal anklicken, sieht interessant aus….)

Es wird diskutiert, wie man Jungs zu „besseren“ Männern erzieht.

Andrew Burmon, verantwortlicher Herausgeber der Internetplattform: „Ich erzähle, dass wir uns treffen, um über Männer zu sprechen und die Antwort ist: Oh, ihr müsst ja Frauen hassen. Und ich antworte: Nein, natürlich nicht !“

Die Anwesenden äußern sich, sinngemäß wie folgt:

„Jeden Tag bekommt man in den Medien immer wieder vermittelt, Männer sind in Schwierigkeiten. Väter fokussieren sich bei der Erziehung nicht selten auf ‚männliche‘ Tugenden und Eigenschaften, auf Wettbewerb und Erfolg. Wo bleibt da Mitgefühl ?“

„Wie kann man erreichen, dass die Medien Männer differenzierter, mit mehr Empathie, darstellen ?“

„Ein weiterer Punkt ist die männliche Verletzlichkeit. Wenn Mädchen mit Autos spielen, dann denken wir nicht, jetzt ist sie weniger weiblich. Wenn Jungs mit Puppen spielen, dann denken wir: dies tut dem Jungen nicht gut.“

„In Freundschaftsbüchern von Mädchen liest man oft den Satz ‚Stark ist die neue Schönheit‘. Den Satz ‚Weich oder mitfühlend ist attraktiv‘ gibt es nicht….“

„Ich möchte über dieses Thema nicht sprechen, als wenn wir noch im Jahr 2016 lebten. Das erste Mal in meinem Leben, egal welcher Partei man angehört, möchte man nicht, dass sein eigenes Kind den US Amerikanischen Präsidenten sprechen hört…. Wenn wir an unsere Jungs denken, dann müssen wir darauf achten, welche Botschaften von unserer Leadership kommen.“

„Ich ermutige meinen Sohn, die Reden des US Präsidenten anzuschauen, um ihm zu zeigen, wie man aufwächst und zornig wird….“

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass ich neulich einen Artikel zum gleichen Thema im Time Magazin gelesen habe:

„How to Raise a Sweet Son in an Era of Angry Man“ , frei übersetzt:

„Wie erzieht man einen respekt- und gefühlvollen Sohn im Zeitalter zorniger Männer“

Es fällt mir schwer das englische Wort „sweet“, wörtlich mit „süss“ zu übersetzen. Gemeint damit ist vielmehr der Junge oder Mann, der emphatisch ist und so leben kann und nicht nur zornig ist.

Ein sehr lesenswerter Artikel. Nur ein paar einzelne Gedanken daraus:

Gefühlvolle Jungs werden zu Männern, die erkennen, dass es eine Stärke ist verletzlich und emphatisch zu sein. Männer, die sich nicht bedroht fühlen durch Kritik oder Menschen, die anders sind. Gefühlvolle Jungs sind Kinder, die von ihren Eltern und ihrem Umfeld Liebe erfahren haben und die Erlaubnis bekommen haben, alles zu fühlen und sich auszudrücken. Nicht Dinge zu hören bekommen, wie „Jungs weinen nicht, sonst macht man sich lustig über dich“, etc.

Das ist es was die Welt jetzt braucht: Männer, die emphatisch und respektvoll sind und Eltern, die ihre Jungs so erziehen.

 

Mehr dazu im Artikel: „How to Raise a Sweet Son in an Era of Angry Man“ von Faith Salie, erschienen im Time Magazin am 1. Dezember 2017.

Faith Coley Salie ist eine US-Amerikanische Radiomoderatorin, Journalistin, Schauspielerin, Autorin und Komödiantin. Autorin des Buches „Approval Junkies“.

Die Ausführungen zum „Fatherly.com“ Treffen stammen aus dem Artikel „How to Raise a Boy“ von Sheila Marikar, erscheint in der Druckausgabe mit dem Titel „He Said, She Said“ am 26. März 2018 im Magazin „The NewYorker“.

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Colorado Springs, USA – von Dale Chihuly, amerikanischer Glaskünstler)

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