Die Geschichte des Königslachses

Der König des Lachses, der Chinook Salmon. Exemplare mit über 30 kg, so groß wie die Menschen, die sie gefischt haben, vor einem Jahrhundert: keine Seltenheit.

Heute: Kaum noch zu sehen !

Der Forscher der Universität Washington Jan Ohlberger beobachtet das Schrumpfen der Anzahl und Größe der Lachse seit Jahrzehnten.

Studien der 80er und 90er Jahre machen den Bau von Dämmen, das Überfischen, den Verlust der Lebensräume und die Verlegung der Brutstellen für das Kleinerwerden des Lachses verantwortlich.

Obwohl der Bau von Dämmen und das Überfischen gebremst wurden, sind Lachse in den letzten 15 Jahren noch schneller geschrumpft. Ältere und größere Fische gibt es kaum noch.

Der Trend ist klar. Die Gründe dafür nicht.

Zwei Lebewesen essen mehr Königslachse, als alle andere:

Der Killerwal (Orca) und der Mensch.

Neue Studien haben ergeben, dass der Appetit der Killerwale ungefähr gleich groß ist wie der kommerzielle Lachsfang. Eine andere Studie fand heraus, dass die Killerwale im Nordosten des Pazifischen Ozeans den Konsum des Königslachs seit 1975 verdoppelt haben. Der kommerzielle Fang wurde hingegen um ein Drittel reduziert. Killerwale sind schlampige Esser. Sie nehmen sich oft nur die besten Bisse und lassen den Rest zurück, so Craig Matkin, Walforscher in Homer, Alaska. Die Population der Killerwale hat sich in der Alaska Region schneller entwickelt als sonst wo. Sie nehmen sich Lachse von überall….

„Eine interessante Kehrtwende, die Killerwale für den Schwund der großen Lachse verantwortlich zu machen“, so Ken Balcomb vom Zentrum für Walforschung in San Juan Island. „Ich würde zuerst einmal die Frage stellen, warum die Lachse in den letzten 12.000 Jahre so groß werden konnten, obwohl sie schon immer natürliche Feinde hatten.“ so Ken Balcomb weiter. Er macht das Überfischen, den Verlust der Lebensräume und Brutplätze für die Verringerung des Bestandes verantwortlich. Weniger und kleinere Lachse können weniger Nachkommen haben. Dies betrifft dann alle, die sie fangen wollen, ob sie Finger haben oder Flossen. Die „Feinde“ des Lachses müssen sich also auch anpassen.

Ken Falcom weiter: „Schlußendlich müssen Orcas essen, um zu überleben. Allein die Menschen haben dies in der Kalkulation der Fischfangquoten vergessen.“

Eine spannende Erläuterung der unterschiedlichen Forscher.

 

Erzählt vom Northwest Public Radio, KUOX and Earth Fix, an environmental journalism collaboration led by Oregon Public Broadcasting. Als Beitrag erschienen im National Public Radio am 12. März 2018 von John Ryan.

 

Reisetagebuch (Bambuswald in Kyoto, Japan)

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