Pilze als Medizin gegen Demenz, Krebs oder andere Krankheiten ?

Zum Frühstück einen Kaffee oder Tee aus Pilzextrakt ? Hmmm… Hört sich nicht wirklich schmackhaft an ? Na dann, der Gesundheit wegen ? Oder vielleicht einfach ein paar Tabletten mit Pilzextrakt… ?  

Haben Pilze eine medizinische Wirkung, sind sie gesund oder sollte man sie wirklich nur essen, wenn man Appetit darauf hat ?

Wissenschaftler, wie Viki Sabaratnam, untersuchen die medizinische Wirkung von Pilzen. Viki Sabaratnam leitet das Pilz Forschungszentrums der University of Malaya in Kuala Lumpur. Sie ist von der positiven Wirkung von Pilzen überzeugt und sieht, dass es erfolgversprechende Anhaltspunkte zur Wirkung von Pilzen gibt. Allerdings gibt sie zu bedenken, dass es noch ein langer Weg ist, bis Pilze zur wissenschaftlich anerkannten Medizin werden.

Nichtsdestotrotz ist sie davon überzeugt, dass Pilze sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken. Sie enthalten wichtige Nährstoffe wie Selen, Vitamin D, Kalium,  etc. Laboruntersuchungen haben positive Wirkungen ergeben. Forschungen am Menschen waren bisher nicht erfolgversprechend.

Ein paar wenige Ausnahmen gibt es scheinbar: Shiitake Pilze scheinen das Leben von Magenkrebspatienten zu verlängern. Japanische Ärzte verschreiben den Pilz zu diesem Zweck. Andere Pilze, wie zum Beispiel Maitake scheinen das Immunsystem bei bestimmten Brustkrebspatienten zu stabilisieren. Im gleichen Atemzug wird eingeräumt, dass diese Ergebnisse von sehr kleinen Studien stammen…..

Viki Sabaratnam forscht auch, ob Pilze eines Tages im Kampf gegen Demenz eingesetzt werden können….  Studien an Mäusen haben positive erste Anhaltspunkte geliefert… Ergebnis auch hier offen.

Mein Fazit: Wer gerne Pilze ist, kann dies weiter mit Genuss tun. Wem Pilze nicht schmecken, der kann erst einmal abwarten 🙂

 

Die Gedanken sind aus der Radiosendung „Mushrooms Are Good For You, But Are They Medicine ?“, von April Fulton, National Public Radio vom 5. Februar 2018 entnommen.

Reisetagebuch (Montréal, Kanada, aufgenommen vom Mont Royal)

IMG_0546.JPG

 

2 Gedanken zu “Pilze als Medizin gegen Demenz, Krebs oder andere Krankheiten ?

  1. Vielen Dank für diese unaufgeregte Information. Man springt ja mittlerweile schon vorsorglich zur Seite, wenn wieder eine neue superfood-Sau durchs Dorf getrieben wird.
    Für uns ist Dein Artikel ein weiterer Hinweis darauf, Gemüse und anderes nicht zu Tode zu kochen oder – Ursa Major bewahre! – ein Fertigprodukt zu bemühen.
    Für Leute, die tüchtig krank sind, ist eine genaue Dosierung der hilfreichen Inhaltsstoffe zwingend notwendig; dies kann bei Naturprodukten nicht gelingen.
    Wir empfehlen übrigens Champignons in einer Honig-Piment-Sahnesoße. Gut gegen schlechte Laune bei kalten Füßen.
    Liebe Grüße
    Bruno

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    1. Vielen Dank für Deinen interessanten Kommentar ! Champignons in einer Honig-Piment-Sahnesoße: klingt sehr lecker….muss ich ‚mal probieren…“Superfood“ ist eine Vermarktungsidee. Vergleicht man die so gepriesenen, wertvollen Inhaltsstoffe mit Produkten aus der Region, kommen letztere fast immer besser weg, zu einem Bruchteil des Preises…daher kommt bei uns kein „Superfood“ auf den Tisch, zumal dieses regelmäßig um den halben Globus geschippert werden muss, bevor es in hiesigen Töpfen und Tellern landet…

      Weil Du das Thema „Industriell gefertigte Lebensmittel“ ansprichst: diese haben durchweg einen hohen Mix an immer den gleichen Grundzutaten: Fett, Zucker und Salz und im Wesentlichen zwei Wirkungen: Sie erhöhen die Fettpolster der Konsumenten und die finanziellen der Hersteller…..Fazit: Kommt bei uns nicht auf den Tisch….Und: es gibt in diesem Kontext eine Komponente, die viele nicht kennen: über 60% der Menschen mit Übergewicht können nicht kochen und greifen daher ins Regal….

      Gefällt 1 Person

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