„Glück essen“ – „Mood Food“

Essen wir anders, wenn wir glücklich sind oder sind wir glücklicher, wenn wir anderes essen ?  Die Antwort lautet: eindeutig: ja.

Was wir essen, wie wir essen, wann wir essen, mit wem wir essen, wieviel wir essen…. alles Faktoren, die sich auf unser Wohlbefinden auswirken. Nicht nur auf unser Wohlbefinden: auch auf unsere Gesundheit und auf unsere Gehirnfunktionen.

In dem neuen Buch von Dr. Robert H. Lustig, „The Hacking of the American Mind“, können wir lesen, was der Unterschied zwischen Glück (Happiness) und Vergnügen (Pleasure) ist. Glück wird als Folge der im Körper bzw. Gehirn stattfindenden Produktion von Serotonin, Vergnügen der von Dopamin beschrieben.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression gibt. Auch wird erläutert wie Dopamin zu Abhängigkeiten führen kann. Die Produktion von Serotonin und Dopamin im Körper hängt nicht nur, aber auch von Ernährung ab.

Für alle, die etwas gegen eine „Winterdepression“ tun wollen oder einfach (noch) glücklicher werden wollen:

Sieben Lebensmittel, die dabei helfen sollen (laut Carolyn Land Williams, veröffentlicht im „Time Magazin“ am 3. November 2017):

  1. Fetter Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch, Sardinen, Makrele, Hering, Anchovies)
  2. Vitamin D reiche Nahrung (z.B. Lachs, Thunfisch, Sardinen, Hering, Forelle, Eier)
  3. Wenig oder besser keine industriell verarbeiteten Produkte essen (also am besten frisches Gemüse, Bohnen, ungesättigte Fettsäuren, z.B. Olivenöl, Vollkornprodukte, keinesfalls Fertiggerichte, Riegel, etc., auch keine TK – Fertiggerichte)
  4. Dunkle Schokolade (allerdings nicht zuviel 🙂 )
  5. Probiotische Lebensmittel (z.B. Joghurt, Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Yakult)
  6. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index, d.h. mit Kohlenhydraten, die nicht sofort und schnell den Blutzuckerspiegel erhöhen (z.B. Süßkartoffeln, Vollkornprodukte, Bohnen, Früchte, etc.). Zum Begriff „glykämisch“: Je höher der glykämische Index eines Lebensmittels ist, desto schneller gehen Kohlenhydrate, vor allem Zucker, ins Blut…Beispiel: Traubenzucker: Extrem schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels. Vollkornprodukt: Langsam ansteigender Blutzuckerspiegel ohne Spitzen. Dazu jeweils hohe oder niedrigere Insulinausschüttung. Der Nachteil der Blutzucker Spitzenwerte infolge des Verzehrs von Lebensmitteln mit hohem glykämischem Wert ist das Tief, das schnell folgt und neue, schnell verwertbare Energie fordert….ein Teufelskreis….
  7. Zinkhaltige Lebensmittel (z.B. Austern, Schalentiere, mageres Rindfleisch, Joghurt, Vollkorn, Bohnen)

Guten Appetit !

PS: Gerade habe ich entdeckt: es gibt zum Thema „Mood-Food“ ein Buch von Dr. Andrea Flemmer. Ich werde berichten, wenn ich mehr gelesen habe

 

Reisetagebuch  (aufgenommen vor Percé, Québec, Kanada: ein 88m hoher und 438m langer Kalksteinfelsen, der bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist)

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2 Gedanken zu “„Glück essen“ – „Mood Food“

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