Impressionen vom Sankt Lorenz Strom

Angekommen in La Malbaie in Kanada

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La Malbaie liegt rund 150 km nord-östlich von Quebec und ist ein kleiner Ort zwischen dem Sankt-Lorenz-Strom und den Bergen des Hinterlandes. Unser Haus liegt am Anfang eines Hanges der in die Berge führt. Der Sankt-Lorenz-Strom ist hier mehr als 30 km breit.

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Der Anblick erinnert an Monet’s Seerosenteiche. Das Wasser als Spiegel seines Umfelds. Es nimmt jede Farbe des veränderten Tages an. Ob Wolken oder Sonne, ob hell oder dunkel, bei Mondschein oder in der stockfinsteren Nacht. Es gibt immer etwas zu entdecken. Jeden Tag, ja jede Stunde….

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Kein Wunder, dass dieser Fleck Erde ein Anziehungspunkt für Maler und Künstler ist.

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Genießt es !

Für den Reisenden (nicht den Touristen)

„The traveller sees what he sees. The tourist sees what he has come to see.“
G.K. Chesterton

Was soviel bedeutet wie:

„Der Reisende sieht was er sieht. Der Tourist sieht für was er gekommen ist zu sehen.“

„Manche würden sagen, dass Mr Chesterton etwas kleinlich ist und das dies eine Differenzierung ohne Unterschied ist. Diese Personen sind keine Reisenden 🙂

Ihr seht, Touristen wissen, nach was sie Ausschau halten lange bevor sie wissen, was tatsächlich vor Ort ist. Eine vorhersehbare, begrenzte und vorgefertigte Erfahrung. Aber diese Dinge sind nur einzelne Teile des Puzzles. Ein Reisender hingegen, sucht die Wahrheit des Ortes, das Wesentliche, was nur gewürdigt werden kann, wenn man das Puzzle als Ganzes sieht.

Tierpark ? Abgehagt ! Geschichte ? Na klar. Beeindruckende Ausblicke ? Immer. Und Kultur ? Wir sprechen mehr Dialekte als die Engländer…

Aber dies sind alles nur einzelne Aspekte dessen, was einen Ort unvergesslich macht. Und darin liegt die Magie des Reisens.

Um zu finden, was Du suchst, musst Du bereit sein alle Erwartungen loszulassen, Dich aufzugeben. Und dann, kommst Du an. Verloren. Und Gefunden !

Viel Spaß beim Reisen ! 

 

Angelehnt an einen Text im „2014 Traveller’s Guide – Lost and Found – Newfoundland Labrador“ und übersetzt.

 

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Tors Cove, Neufundland, Kanada)

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1001 Spätzle

Spätzle 

… werden meist als Teigwaren bezeichnet

… bestehen aus Eier, Mehl und Salz (manche nehmen zusätzlich Wasser zum Teig, wir nicht)

… sind einfach und schnell zuzubereiten

… werden aus zähflüssigem Teig hergestellt (geschabt, gedrückt oder gehobelt)

… schmecken nur selbstgemacht 🙂

… kann man (nicht nur als Schwabe) zu (fast) allem essen

… kann man auch ohne jegliche Beilage essen

… kann man mit Linsen und/oder Würstchen, als Käsespätzle, mit Ei und/oder Speck geröstet, zu Fleisch mit/ohne Sauce, zu Gemüse, im Auflauf, in Suppen……essen

… lassen sich hervorragend ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren oder auch einfrieren

Die Größe und Form bei selbstgemachten Spätzle hängt vom Herstellungsprozess ab. Meine Oma hat  Spätzle mit einer Spätzlespresse hergestellt. Die Spätzle werden dabei durch dünne Löcher ins kochende Wasser gedrückt. Nach der Auffassung meiner Oma muss die Presse möglichst hoch über das kochende Wasser gehalten werden, damit die Spätzle dünn und gleichmäßig werden. Nur so können sie zum Sonntagsbraten serviert werden :-). Zum Leidwesen meiner Oma durfte sie für mich immer eine extra Portion ganz tief ins heiße Wasser drücken. Denn ich liebe dicke, klumpige Spätzle.

Wir nehmen meist den Spätzleshobel, der per se etwas dickere Spätzle produziert. Wenn wir auf Reisen sind, dann nehmen wir nur ein Brett und schaben die Spätzle mit einem Messerrücken ins heiße Wasser. So kann man noch dickere Spätzle herstellen :-).

Das Rezept für Spätzle (für 4 Personen als Beilage) 

8 Eier, 450g Weizenmehl (wir verwenden meist 1050er Dinkelmehl), 13 g Salz

Zuerst die Eier in der Schüssel mit dem Schneebesen verschlagen, dann wird mit einem großen Löffel das mit Salz vermischte Mehl hinein rühren, bis es einen zähflüssigen Teig gibt. Dieser wird dann auf die beschriebenen Methoden in kochendes Wasser gedrückt, geschabt oder gehobelt und die fertigen Spätzle nach einmaligem, kurzen Hochkochen mit einem Schaumlöffel herausgenommen. Man kann auch mit einem Teelöffel kleine Klößchen formen und ins Wasser geben. Einfach ausprobieren.

Eine Variante, die bei uns aus der Not von nicht vorhandenem, weißen Mehl entstanden ist, sind Vollkornspätzle. Wir nehmen inzwischen standardmäßig 20 bis 30 Prozent Vollkornmehl (am besten frisch aus dem ganzen Korn gemahlen). So bekommt man die besten Ergebnisse. Die Spätzle schmecken dann kerniger. Selbstverständlich kann man auch 100 % Vollkornmehl nehmen. Das ändert Geschmack und Konsistenz..

Einmal wollten wir in Kanada Spätzle kochen: Versehentlich hatten wir Mehl mit integriertem Backpulver („self raising flour“) verwendet. Die Spätzle sind dann leider im Wasser „explodiert“…..

Guten Appetit und viel Spaß beim Kochen !

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Rotorua, Neuseeland )

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Welt-„Nettigkeitstag“ – World Kindness Day

Heute ist der Welt-Nettigkeitstag  

Wäre es nicht schön, wir würden abends vor Erschöpfung ins Bett fallen, weil wir den ganzen Tag so nett waren….  Geht das überhaupt ? Kann man den ganzen Tag nett sein ?

Der World Kindness Day ist auf einer Konferenz in Japan entstanden und hat das Ziel durch einen freundlichen Umgang der Menschen miteinander die Welt freundlicher zu machen. Wer die japanische Kultur kennt, den verwundert dies vielleicht, denn gerade die Japaner sind im Umgang miteinander besonders nett.

Ich war heute in einer Buchhandlung an der Kasse als ich folgende Gegebenheit beobachtete. Eine Dame hatte bezahlt und wollte dann gerne eine Tüte für ihre Einkäufe haben. Diese kostet 20 Cent. Die Dame hatte nur ausländisches Geld und hat Ihren Partner, der im Laden unterwegs war gefragt, ob er vielleicht 20 Cent hätte…. Dieser verneinte. Ganz spontan bezahlte ich die Tüte. Ich weiß nicht warum, aber es kam mir einfach so in den Sinn. Es entstand dann eine nette Situation und der Partner der Frau schenkte uns 3 US Cent :-). Das einzige Kleingeld, das er dabei hatte… In jedem Fall hatten alle Beteiligten ein Lächeln im Gesicht.

Als ich dann auf dem Weg zurück im Radio hörte, dass heute der Welt-Nettigkeitstag ist, wusste ich, warum ich die Tüte bezahlt hatte ….

Ein schöner Nebeneffekt des Nettseins ist, dass man sich selbst dabei gut fühlt und dies sich erwiesenermaßen positiv auswirkt.

Also habe ich mir gedacht, wir könnten doch gemeinsam etwas dafür tun, dass die Welt etwas netter wird. Jeder der diese Zeilen liest kann den folgenden Tag als seinen persönlichen Nettigkeitstag festlegen. Wer Lust hat, kann dann hier in diesem Blog über seine Erlebnisse berichten.

Ich freue mich auf Eure Erlebnisse !

 

Reisetagebuch ( aufgenommen in Kyoto, Japan)

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Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker in Asien – im Livestream in der Digital Concert Hall

Interessant, wer zur Zeit alles auf „Asien-Tournee“ ist :-). Nach dem Eröffnungskonzert in Frankfurt tourt Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern durch Asien – das letzte Mal gemeinsam unter Sir Simon Rattle’s Leitung. Konzerte sind in Hong Kong, Guangzhou, Wuhan, Shanghai, Seoul, Kawasaki und Tokio.

Muss man Wuhan kennen? Also ich habe den Namen bisher noch nie gehört und trotzdem hat Wuhan 4,3 mio Einwohner und das gesamte Verwaltungsgebiet über 8,3 mio Einwohner, also ungefähr so groß, wie die Schweiz. An meine Reisen nach Hong Kong kann ich mich noch gut erinnern. Ja, ich kann mich sogar noch an die chinesischen Namen der Siedlung in der wir wohnten erinnern. Wenn man die Namen nicht wusste, war man völlig verloren, da die meisten Taxifahrer die englischen Begriffe nicht kannten: „Sabseilong“ und „Yauminsangjong“. So hat es sich jedenfalls angehört…

Nun aber zurück zu Simon Rattle. Es werden Werke von Igor Strawinsky, Unsuk Chin, Sergej Rachmaninow, Richard Strauss, Maurice Ravel, Béla Bartók und Johannes Brahms gespielt.

Die Konzerte in Hong Kong am 10. und 11. November werden im Livestream der Digital Concert Hall übertragen – Achtung: jeweils 12 Uhr deutscher Zeit !

Für die Tour wurde sogar ein eigener Blog eingerichtet, der auf der Internetseite der Berliner Philharmoniker zu finden ist.

 

Viel Spaß in Asien !

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Neufundland, Kanada)

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Die Engel

Sie haben alle müde Münde
und helle Seelen ohne Saum.
Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde)
geht ihnen manchmal durch den Traum.

Fast gleichen sie einander alle;
in Gottes Gärten schweigen sie,
wie viele, viele Intervalle
in seiner Macht und Melodie.

Nur wenn sie ihre Flügel breiten,
sind sie die Wecker eines Winds:
als ginge Gott mit seinen weiten
Bildhauerhänden durch die Seiten
im dunklen Buch des Anbeginns.

Rainer Maria Rilke

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Deutschland 🙂 )

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Agedashi Tofu at home

Zu jedem japanischen Essen gehört für mich als kleine (Vor- oder Zwischen) Speise Agedashi Tofu. Das ist ein im Teigmantel frittierter Tofu. Äusserst lecker !

Und hier das Rezept zum Selbermachen:

Agedashi Tofu:

Fester Tofu 

Teigmantel:

Tochigi Katakuriko (japanische Kartoffelstärke), alternativ kann man auch Maisstärke verwenden oder andere Stärke. Dies verändert natürlich den Geschmack. Ausprobieren.

Den festen Tofu ca. 20 Minuten auf einem schräg gestellten Brett abtropfen lassen, dann in große Würfel, 3x3cm, schneiden. Die Würfel in der Kartoffelstärke allseitig wenden und gleich danach in Rapsöl oder ein anderes geeignetes Öl einzeln frittieren (mehrere Tofu-Würfel backen im Öl schnell aneinander an…)

Die so frittierten Würfel lässt man auf Küchenpapier gut abtropfen.

Sauce: 

100 ml Mirin, 10 – 20 ml Soja Sauce (nach Geschmack), 10 g Dashi (Instant), 100-200 ml Wasser (nach Geschmack), alles gut vermischen.

Anrichten: Als kleine Vorspeise oder Zwischengericht für eine Person: Etwas Sauce in ein kleine Schale geben, einen oder zwei Würfel frittierten Tofu dazu, eventuell fein geschnittene Frühlingszwiebeln und/oder geriebenen, frischen Ingwer darüber geben.

Guten Appetit !

 

 

Reisetagebuch (ein Land-Iguana, aufgenommen auf Isla Santa Cruz, Galápagos, Ecuador )

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World Happiness Report – Glücksatlas

Heute wurde der Glücksatlas der Deutschen Post veröffentlicht. Anlass genug sich nochmal mit dem Thema Glück zu beschäftigen. Im März 2017 wurde schon der

„World Happiness Report“

vom Netzwerk für nachhaltige Entwicklung der UNO veröffentlicht.

Aus beiden Berichten kann man erkennen, dass es Basiselemente gibt, die als Grundlage für eine weitere Differenzierung zum Thema „Glück“ dienen. Nämlich: Armut, geringe Ausbildung, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, physische und mentale Krankheiten. Erst wenn ein Land diese problematischen Bereiche auf ein definiertes Niveau gesenkt hat, führen andere Faktoren zu einer Differenzierung bei der Bestimmung von Glück.

Dies sind dann:

  1. Ökonomische Faktoren, wie Einkommen und Beschäftigung
  2. Soziale Faktoren, wie Ausbildung und Familienleben
  3. Gesundheit (physische und mentale)

Im Bericht ist u.a. zu lesen, dass mentale Krankheiten, ganz voran Depressionen, im Vergleich zu allen anderen Faktoren signifikant zugenommen haben. In der ganzen Welt würde eine Eliminierung von Depressionen einen entscheidenden Einfluß auf die Lebenszufriedenheit und das Glück der Menschen haben. So formuliert im „World Happiness Report“.

Das kann man vor dem Hintergrund der im Buch „The Hacking of the American Mind“ von Robert H. Lustig formulierten Erkenntnissen zum Thema Glück und Vergnügen oder in den negativen Extremen Depressionen und Sucht (siehe mein Beitrag von letzter Woche) sehen.

Das Glück hängt von mehreren Faktoren ab. Sowohl dem Zustand der Gesellschaft, aber auch dem persönlichen Umfeld. Im einzelnen sind folgende Faktoren in dem globalen Report untersucht worden: Caring (gemeint ist hier: jemanden zu haben, der auch in Krisenzeiten zu einem steht), Freiheit, Großzügigkeit, Ehrlichkeit, Gesundheit, Einkommen und gute Regierungsarbeit.

Ganz am Schluß darf man sich nochmal die Frage stellen, ob die ganz individuelle Empfindung glücklich zu sein oder sagen wir einmal zufrieden zu sein, überhaupt meßbar ist….

Interessant wäre sicher auch die Frage, wieso manche Menschen trotz widriger Umstände mit einem Lächeln durchs Leben gehen und andere wiederum, trotz vordergründig oder materiell exzellenter Umstände unglücklich sind….

Sicher scheint mir die Erkenntnis, dass Menschen, die anderen geben, sich um andere kümmern, Nächstenliebe üben, glücklicher sind.

Ich glaube man kann jedes Leben (mal von Extremsituation abgesehen) mit einer positiven Einstellung glücklich leben !

Nehmt Euch vor, glücklich zu sein 🙂

 

Reisetagebuch ( aufgenommen in Deutschland 🙂 )

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Jeder Mensch ist etwas Besonderes, jeder auf seine Art !

Es gibt immer wieder Momente im Leben in denen man an einem Wendepunkt steht. Manchmal gibt es Dinge auf die man stolz zurück blickt und manche Dinge möchte man am Liebsten vergessen. Doch alles Erlebte gehört dazu.

In einem meiner Lieblingsfilme „Big Fat Greek Wedding“ gibt es eine schöne Szene zu diesem Thema:

Die Braut ist unsicher, ob sie das neue Leben verdient hat. Da spricht der Bruder der Braut:

„Don’t let your past dictate who you are, but let it be part of who you will become.“

Was soviel heißt wie:

„Lass die Vergangenheit nicht Dein Leben bestimmen, aber lass sie Teil Deiner Persönlichkeit werden “

 

Genießt das Leben !

 

Reisetagebuch ( aufgenommen in Tors Cove, Neufundland, Kanada )

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Heute und morgen: Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker – live in Berlin UND in der „Digital Concert Hall“

Wer heute und/oder morgen Abend noch nichts vor hat kann zwei hochkarätige Konzerte der Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle genießen. Dazu müsst Ihr nicht nach Berlin fahren….. Ihr könnt Euch auf die Website der Berliner Philharmoniker einloggen und die Konzerte zuhause erleben.

Heute, Freitag, 3. November 2017 um 20 Uhr, also in knapp einer Stunde:

Igor Strawinskys „Petruschka“- Sergej Rachmaninows Dritte Symphonie und die Uraufführung eines kurzen Werks von Unsuk Chin (letzteren kenne ich nicht…)

 

Morgen, Samstag, 4. November 2017 um 19 Uhr:

Werke von Richard Strauss, Maurice Ravel und Johannes Brahms

Am Klavier: Der koreanische Shootingstar Seong-Jin Cho, statt Lang-Lang, der krankheitsbedingt abgesagt hat.

Details könnt Ihr der Webseite der Digital Concert Hall entnehmen:

http://www.digitalconcerthall.com 

Apropos: Über Igor Strawinsky und der Liaison mit seiner Gönnerin Coco Chanel gibt es ein schönes Movie. Der Film beginnt mit der Uraufführung von Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ in Paris.  Strawinsky wird vom Publikum empört ausgebuht. Das Movie konzentriert sich in der Folge  auf die Beziehung zwischen Igor und Coco….. „Coco Chanel & Igor Strawinsky“

Genießt das Wochenende !

 

Reisetagebuch ( aufgenommen in Vermont, USA)

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