100 „gesunde“ Nahrungsmittel und drei Bücher

Der Time Verlag hat ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „100 Healthiest Foods & How  To Eat Them“. Also die 100 gesündesten Lebensmittel und eine kurze Anleitung, wie man sie zubereitet. Das TIME Magazine veröffentlicht viel zum Thema Ernährung, immer wieder gibt es interessante Listen vom „Healthiest Food“ oder, erst kürzlich, „The 19 Best Foods for Health and Happiness“ – also: Die 19 besten Lebensmittel für Gesundheit und Wohlbefinden. Oder die neuesten Studien warum moderater Kaffeegenuss gut für uns ist….usw. Nun also ein ganzes Buch mit den „100 gesündesten Lebensmitteln.“ Es ist ganz sicher wert, einen Blick hinein zu werfen….findet man etwas, was man sowieso gerne und regelmäßig ist, bekommt man sogleich ein gutes Gefühl. Ist ein interessantes Gemüse oder ein Gewürz gelistet, das man eigentlich in seinen Speiseplan aufnehmen könnte…auch gut. Wird das Anti-Gericht gepriesen: macht nichts, denn da kann stehen was will, ich werde es keinesfalls essen…schadet also auch nicht…Fazit: Ein Buch von dem man nur profitieren kann….

TIME „100 Healthiest Foods & How To Eat Them“ 

Gleich zu Beginn des Buches wird der Titel dann auch schon relativiert. Denn wer kann schon sagen, was die „100 gesündesten Lebensmittel“ sind. Im Gegensatz zu einigen andern Listen dieser Art wurde eine lange Liste von sehr nahrhaften Lebensmitteln nach folgenden Kriterien auf 100 reduziert: die Lebensmittel sollen leicht im Supermarkt  erhältlich sein, sollen nicht zu teuer oder trendy sein und das wichtigste: es soll Spaß machen sie zu essen.

Meine Lieblingsnahrungsmittel daraus sind 🙂

Apfel, Avocado, Karotten, Eier, Fenchel, Ziegenkäse, Linsen, Olivenöl, Orangen, Kürbis, Himbeeren, Lachs, Spaghetti Kürbis, Spinat, Sonnenblumenkerne, Rotwein und Tofu.

Noch wichtiger als die leckeren Lebensmittel ist die Grundaussage, die inzwischen so oder so ähnlich von vielen Wissenschaftlern, Buchautoren, Medizinern, Ernährungswissenschaftlern u.a. zu hören ist:

Am Ende kommt es nicht so sehr darauf an, was man isst. Vielmehr kommt es auf folgende Dinge an:

  1. Möglichst viel unverarbeitete Lebensmittel zu essen. Am besten selbst zubereitet.
  2. Möglichst wenig Lebensmittel zu essen, die viel Zucker enthalten (das kennen wir von Dr Robert H. Lustig und seinem Buch „Die bittere Wahrheit über Zucker“)
  3. Ein bisschen mehr von allem zu essen, jedoch nicht zuviel von einem Lebensmittel

und vor allem nicht zu viel Aufhebens um das Essen zu machen….

Wichtig dürfte es sein, so wenig wie möglich industriell Verarbeitetes zu sich zu nehmen. Also am besten möglichst viel selbst zubereiten. Die Tiefkühl Pizza ab und zu ist natürlich kein Problem…aber eine Info möchte ich nicht vorenthalten: Robert Lustig schreibt, dass ca. 60% der Übergewichtigen nicht selbst kochen…

Ich kann mich noch genau an die Essgewohnheiten meiner Oma erinnern. Es gab immer drei feste Mahlzeiten. Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Das Mittagessen war immer warm und bestand aus frischem Gemüse, Kohlenhydraten, also Kartoffeln, Reis, Nudeln, Spätzle 🙂 und dazu gab es ab und zu Fleisch oder Fisch. Eher selten gab es eine Süßspeise, wie Pfannkuchen oder Milchreis. Leider nehmen wir uns ganz oft nicht mehr die Zeit selbst zu kochen und dann sollen die Lebensmittel auch noch möglichst billig sein. Heute kam im Radio die beeindruckende Beschreibung eines Buches. Ob mir das Buch gefällt, kann ich noch nicht sagen, aber die Grundeinstellung der Autoren, ein Ehepaar aus Stockholm, hat mich überzeugt und entspricht auch der Lebensweise meiner Oma. Das Ehepaar unterhält übrigens auch eine Food Blog 🙂

David Frenkiel, Luise Vindahl  

„Die grüne Küche für jeden Tag: Schnell, gesund und vegetarisch“

Ein Zitat aus der Einleitung:

„Für uns geht es beim Essen in erster Linie darum, sich wohlfühlen. Das gilt für den Kochvorgang ebenso wie für die Freude am Essen selbst und die Energie, die wir daraus beziehen. (…) Viele unserer schönsten Erinnerungen haben damit zu tun – vom Zimtduft in der Altstadt von Marrakech bis zu ausgelassenen Augenblicken mit unseren Kindern am Küchentisch. Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, worum es in dem letzten Film ging, den wir im Kino gesehen haben, aber ich werde nie vergessen, wie unsere Tochter beim Essen immer die Augen schloss, den Kopf in den Nacken legte und jeden Bissen mit einem „Mmmmmmh“ begleitete“….

Viel Spaß beim Essen und Aussuchen der Lebensmittel !

PS: Meine Oma wurde 97 Jahre alt und war bis zum Schluss schlank, gesund und klar im Kopf…

 

Reisetagebuch ( aufgenommen bei Collingwood, Kanada – alles lokale Lebensmittel, die einen Preis erhalten haben )

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