Räuchern für Dummies (Teil 2)

Wie gestern versprochen, kommt hier nun die Beschreibung, wie man ganz einfach zuhause schmackhaft räuchern kann:

Man braucht drei Dinge:

Campinggasbrenner, Tischräucherofen, sowie Holzmehl oder Holzchips zum Räuchern. Der „Tischräucherofen“ ist eine Edelstahlbox mit Einsatz in den ein Rost für das Gargut passt und Deckel zum Verschließen des Ganzen. Es gibt Produkte mit und ohne eingebauten Brenner (im letzteren Fall braucht man einen Campinggasbrenner zusätzlich)

Und so geht es: 

Auf den Boden der Räucherbox  werden ein oder zwei Esslöffel Holzmehl aus Hickory, Oak oder heimischem Holz, zB. Kirsche, Apfel gestreut. Darauf kommt ein Gefäß mit einem Rost auf dem das Räuchergut liegt. Die ganze Box wird mit einem Deckel verschlossen und auf eine offene Flamme gestellt. Innerhalb kurzer Zeit beginnt das Holzmehl zu verglimmen, Rauch und Hitze werden erzeugt und lassen das Räuchergut garen und den typischen Räuchergeschmack annehmen. Dies ist die Variante des Heißräucherns (beim Kalträuchern bleibt  die Temperatur in der Räucherkammer unter 30 Grad Celsius, dazu gibt es besonderes Gerät bzw. eine andere Technik). Die Länge des Räuchervorgangs hängt davon ab, wie stark das Räuchergut durchgegart sein soll und was gegart wird. Tendenziell braucht Fisch ca. 10 bis 20 Minuten, Hühnchen, Bratwürste oder Spareribs länger, bis zu 40 Minuten. Alle Zutaten werden vor dem Räuchern gewürzt oder mariniert. Brauner Zucker auf dem Räuchergut wirkt geschmacklich Wunder…

Ausprobiert haben wir das (Heiß-)Räuchern mit Lachs, Makrele, Speck, Hühnchen, Thunfisch, Rindersteak, Spareribs, Schweinefilet, Rinderfilet und Bratwurst. Das Räuchern ist einfach, macht Spass und das Resultat schmeckt sehr gut. Zu Beginn der Räucherpraxis passiert es öfter, dass man zu lange räuchert…aber keine Sorge: man bekommt schnell ein Gefühl für die richtige Zeit. Wer einen Schritt weiter gehen möchte, misst mit einem Grill-Thermometer die Temperatur im Räuchergut oder/und in der Box und entscheidet damit, wann der Räuchervorgang beendet wird. Und nicht vergessen: Unterschiedliches Holz auszuprobieren lohnt sich.

Viel Spass und Guten Appetit !

 

Reisetagebuch (aufgenommen in Kyoto, Japan)

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