Zum Thema (digitales) Lesen

Ich liebe Bücher, die man anfassen kann. Und trotzdem schreibe ich nun folgende Zeilen.   Infolge unserer Reisen hat sich die Art und Weise, wie, wann und was ich lese komplett verändert. Sicherlich kann man das ein oder andere Buch auch gut im Reisegepäck mitnehmen. Spätestens bei der Tageszeitung oder einem Magazin stößt man dabei an  Grenzen. Nun, man kann auch die Auffassung vertreten, dass sich das Urlaubsgefühl erst  einstellt, wenn man seine (Lese-)Gewohnheiten während der Reise ändert. Ich hatte einmal Nachbarn, die ihren Urlaub zuhause verbracht haben und extra die FAZ abbestellt haben, um Urlaubsgefühle zu bekommen. Ich muss gestehen. Dies ist nichts für mich. Denn gerade im Urlaub oder auch auf anderen Reisen genieße ich es, den anders gestalteten Tag insbesondere mit Lesen zu füllen. Selbstverständlich auch die Warte- und Reisezeiten am Flughafen, im Zug, etc.

Inzwischen lesen wir fast alles auf unserem Tablet. Das hört sich schrecklicher an, als es tatsächlich ist…. Alles, bedeutet: Wir lesen alle unsere Zeitungen (z.B. FAZ, New York Times, Die ZEIT) online. (Eine kleine Anmerkung: selbstverständlich ist es auch viel einfacher nicht deutschsprachige Medien zu nutzen). Dann lesen wir Bücher, die online verfügbar sind auf dem Tablet. Dies eignet sich auch hervorragend für Reiseführer, Kochbücher, Bücher zu bestimmten Themen, die man nicht dauernd liest, sondern in den man einfach so schmökert, wenn man Lust und Zeit hat. Last but not least: Kommt der Wunsch nach bestimmter Lektüre erst auf der Reise, dann sind wir glücklich, wenn es das Werk in elektronischer Form gibt….

Und,…………..wir lesen auch unseren Kindern auf dem Tablet vor, allerdings nur, wenn wir unterwegs sind, denn wir möchten schon, dass die Kinder Bücher in die Hand nehmen. Trotzdem ist es schön, zum Beispiel „Räuber Grapsch“ mal kurz unterwegs vorzulesen, ohne vorher daran gedacht zu haben, das Buch mitzunehmen. Die meisten Kinderbücher sehen übrigens online genauso aus (mit allen Bildern), wie in Papierform. Wir lesen auch diverse Magazine, zB. das „Time“ Magazine oder „Der Spiegel“ online. Seither stapeln sich bei uns auch nicht mehr Unmengen von Papier…..

Und das allerbeste daran ist, wenn das Tablet dabei ist (Anmerkung: immer!), dann kann kommen was will, im Zweifel habe ich eine nicht kleine Auswahl zum Lesen dabei.

Zum Schluß noch mein Leitfaden zum Thema Lesen:

Als ich ein Kind war, hat mir meine Tante die Rechte des Lesers aus dem Werk: „Wie ein Roman“ von Daniel Pennac gegeben:

  1. Das Recht, nicht zu lesen
  2. Das Recht, Seiten zu überspringen
  3. Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen
  4. Das Recht, noch einmal zu lesen
  5. Das Recht, irgendwas zu lesen
  6. Das Recht auf Bovarysmus, d.h. den Roman als Leben zu sehen
  7. Das Recht, überall zu lesen
  8. Das Recht, herumzuschmökern
  9. Das Recht, laut zu lesen
  10. Das Recht, zu schweigen

Fazit: Beim Lesen ist alles erlaubt !!!

Viel Spaß beim Lesen, egal wo, wann oder womit 🙂

 

Reisetagebuch (Rodeo aufgenommen in der Nähe von La Malbaie, Kanada)

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