Weihnachten auf den Galápagos Inseln

Die Zeit auf den Galápagos Inseln war in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich. Zunächst einmal die Natur. Ein großer Teil der Inseln ist strenges Naturschutzgebiet. Dies bedeutet ua., dass bestimmte Gebiete, teilweise ganze Inseln nur mit Genehmigung und Reiseleiter besucht werden dürfen, manche gar nicht. So kann die atemberaubende Natur erhalten werden. Wir hatten das große Glück, dass der Vermieter unseres Hauses ein im Naturpark zugelassener „Natural Guide – Level 3“ ist und im Vorfeld alles gut geplant hatte. So konnten wir z.B. die Insel „Isla Plaza Sur“ besuchen. Isla Plaza Sur ist die kleinste Galápagos Insel mit nur 0,13 qkm. Sie beherbergt ua riesige Kakteen, Seehunde und Leguane. Am meisten hat uns beeindruckt, dass wir gut zwei Stunden lang ganz alleine auf dieser Insel waren und die Tiere dort aus nächster Nähe betrachten  konnten. Weder die Seehunde, noch die Leguane haben sich an uns gestört und wir natürlich auch nicht an Ihnen…..:-)

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(aufgenommen Isla Plaza Sur, Galápagos, Ecuador)

Ähnlich erging es uns auf der Insel „North Seymour“. Dort leben vor allem Seehunde und Fregattvögel.

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(aufgenommen North Seymour, Galápagos, Ecuador)

Man kann fast meinen, die Zeit sei stehengeblieben. Der lokale Fischmarkt, bei dem wir ab und zu Langusten und Fisch gekauft haben, ist mitten im Zentrum der Stadt Puerto Ayora und bietet täglich ein für deutsche Verhältnisse unglaubliches Schauspiel. Neben den Fischern, die ihre oft noch lebende Ware anbieten, sind regelmäßig Seehunde, Fregattvögel, Möwen, Leguane und Pelikane zu Besuch. Alle wollen etwas vom Fisch abhaben. Am Heiligabend gab es frischen Hummer vom Fischmarkt mit leckerem Salat und Kartoffeln. Ein schöner Brauch wird an Sylvester gepflegt: Jede Familie bastelt eine Figur aus Pappmaché. Dann werden alle Dinge, die man in diesem Jahr erlebt hat und nicht mehr erleben möchte, auf einen Zettel geschrieben. Der Zettel wird in die Pappfigur gesteckt und zusammen mit der Pappfigur um Mitternacht verbrannt. Falls man nicht selbst basteln möchte, kann man die Pappfiguren auch kaufen… Uns hat es ein weißer Hund angetan, den wir dann natürlich erworben haben. Verbrennen durften wir den Hund jedoch nicht. Das war klar. Also haben wir ihn bei der Abreise unserem Vermieter geschenkt. Er wacht jetzt über das Haus. So findet alles seinen Platz……

Eingetaucht sind wir auch in die Geschichte der Insel Floreana. Hierzu gibt es verschiedene Bücher mit widersprüchlichen Inhalten. Insgesamt jedoch eine äußerst spannende Gegebenheit. Es geht um zwei Familien, die versucht haben die Insel Floreana zu besiedeln. Eines der Bücher heißt: Drama auf Floreana von Nicolas Montemolinos. Die Hauptbücher heißen: Postlagernd Floreana von Margret Wittmer und Satan came to Eden von Dore Strauch. Die beiden Familien, um die es geht, sind die Familie Wittmer und das Ehepaar Strauch/Dr. Ritter. Während die Familie Wittmer sich überall auf den Inseln verewigt hat und heute noch übermächtig präsent ist, durch Restaurants, Hotels etc., ist vom Ehepaar Strauch/Dr. Ritter nichts übrig geblieben. Beim Lesen ist nicht klar, wer nun wirklich die „Guten“ und wer die „Bösen“ waren…..

Viel Spaß beim Reisen und Lesen !!!

 

Reisetagebuch

(aufgenommen in der Charles Darwin Research Station, Puerto Ayora, Santa Cruz Island, Galápagos, Ecuador)

Season's Greetings

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